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Vorwort z.Wanderplan 2021

Liebe Wanderfreunde !

Wir hatten uns viel vorgenommen, aber die Pandemie hat uns ausgebremst.

Sicherlich wird auch das Neue Jahr weiterhin Einschränkungen mit sich bringen, aber wir lassen uns nicht entmutigen. Allerdings planen wir keine Fahrten ins Ausland und auch unser Jubiläum mit unserem Partnerverein Wasselone werden wir nicht im großen Stil feiern können.

Jede Krise hat auch etwas Gutes. Wir hatten so viele Wanderer und neue Gäste auf der Hütte, die das schöne Dahner Felsenland lieben lernten, dass auch 2021 viele Naturliebhaber aus der ganzen Bundesrepublik zu uns kommen werden.

Für unser Hygienekonzept und den Service der Hüttendienstler wurden wir oft gelobt. Auch wirtschaftlich sind wir, trotz mehrmonatigen Umsatzausfalles, gut durch das Jahr gekommen. Maßgeblich hat unser neuer Hüttenwart, Jens Wiese, durch sein Engagement dazu beigetragen.

Bleiben Sie gesund und munter,

Ihr

Martin Stüve

Das Dahner Felsenland

Das Dahner Felsenland ist eine eindruckvolle Fels- und Waldlandschaft im Pfälzer Wald. Viele der schroffen Felsen wurden zum Bau mittelalterlicher Befestigungsanlagen verwendet.

Für die Anlage der Dahner Burgen (Altdahn, Grafendahn und Tanstein) – vermutlich Im 12. Jahrhundert erbaut – wurde der gesamte etwa 200 m lange und durchschnittlich 40 m breite Felskörper aus Trifelsschichten mit in den Bau der Anlage einbezogen. Zahlreiche Räume und Gänge wurden dabei in jahrelanger Handarbeit direkt aus dem Fels heraus geschlagen. Die Trifelsschichten sind nach der ehemaligen Reichsburg Trifels bei Annweiler benannt. Sie stellen eine ca. 100 m mächtige Felsformation aus harten verkieselten Sandsteinen dar, in die zahlreiche gut gerundete Gerölle eingelagert sind. Die Sandsteinschichten wurden zu Urzeiten in einer wüstenartigen Umgebung bei gelegentlichen, aber katastrophalen Niederschlägen durch oberflächlich abfließendes Wasser herantransportiert. Besonders die Felsen an der Südseite der Anlage weisen eigenartige, im gesamten Pfälzer Buntsandstein vorhandene, Kleinverwitterungsformen auf. Durch Salzausblühungen kommt es hier zur sogenannten Wabenverwitterung. Die einzelnen, bis zu faustgroßen, Verwitterungslöcher ordnen sich dabei entlang der Schichtung des Sandsteines an und bilden dabei ein pittoreskes wabenartiges Muster oder sanduhrförmige Strukturen. Es handelt sich dabei um relativ junge Verwitterungsvorgänge, da zum Teil auch für den Burgenbau zugehauene Sandsteine nachträglich davon betroffen sind.

Als die Hamburger Shakespeare-Kompanie (eine Theatertruppe, die ausschließlich Stücke des berühmten englischen Dichters spielt) im Rahmen der Dahner Sommerspiele zum ersten Mal in Dahn gastierte war sie von der Naturkulisse der Burgengruppe Altdahn so begeistert, dass sie die extra für diese Veranstaltung aufgebaute Bühne aus Holz spontan abbauen ließ und seither jedes Jahr darauf verzichtet. Auch das Publikum hat dieses Umfeld gerne angenommen, was sich daran erkennen lässt, dass zu dieser Vorstellung, die regelmäßig ausverkauft ist, Leute, von weit über die Grenzen von Dahn hinaus, extra hierzu anreisen.